StartseiteWir über unsPressemitteilungenMitgliederinformationGrundschulen und OGSUnsere Arbeitaktuelle ThemenTermine

Unsere Arbeit:

Bürgerentscheid Gesamtschule

Abfallgebührenordnung 2010

Kommunalwahl 2009

Spielplatzpatenschaften

Eltern-Kind-Parkplätze in Pulheim

Kindergartenbeiträge

unsere Veranstaltungen

Bürgerentscheid Gesamtschule:

Historie zum Bürgerentscheid

Bürgerentscheid 'Eine Gesamtschule für Pulheim'

Fragen und Gerüchte rund um den Bürgerentscheid

Downloads

weitere Informationen

Allgemein:

Startseite

Der Vorstand

Kontakt

Impressum

Satzung

Ulrich Thünken Düsseldorf d. 5.7.2010
Referatsleiter 524 im Ministerium
für Schule und Weiterbildung





Frau

Marenholtz
per Mail



Sehr geehrte Frau v. Marenholtz,



Sie haben mir die Unterlagen einer Elternbefragung aus Pulheim zugeschickt und um eine Bewertung gebeten, ob sich daraus ein Bedürfnis für eine Gesamtschule ableiten lässt. Auf Basis der Daten aus der Befragung und den im Ministerium bekannten Schülerzahlen lässt sich folgendes feststellen:

In Pulheim gibt es nach der Befragung und nach Erfahrungen aus vergleichbaren Gemeinden ein eindeutiges Bedürfnis für eine Gesamtschule.

Selbst wenn nur die zurückgesandten Fragebögen herangezogen werden, gibt es 86 eindeutige Nennungen für Gesamtschule. In Kombination mit Gymnasium und Realschule gibt es weitere 80 Nennungen. Selbst wenn man von der unwahrscheinlichen Annahme ausgeht, dass nur 1/3 dieser Nennungen letztlich einen Gesamtschulplatz annehmen würde, ergäben sich mehr als die 112 notwenigen Interessenten.
Unter den ca. 34%, die keinen Bogen angegeben haben, dürften nochmals viele Interessenten für eine Gesamtschule sein. Die Befragung legt also nahe, dass es Pulheim allein und ohne Berücksichtigung möglicher auswärtiger Interessenten ein Bedürfnis für eine Gesamtschule gibt.

Dies wird auch deutlich beim Vergleich der Schulformen: Der Schulformwunsch Gesamtschule übertrifft in Pulheim den nach Realschule und Hauptschule sehr deutlich.

Eine andere Betrachtung führt zum gleichen Ergebnis: Bei Städten in der Größe von Pulheim kann damit gerechnet werden, dass für eine im Ort gut erreichbare Gesamtschule ein Interesse von mindestens 25% des Jahrgangs vorhanden ist. Je nach Profil der Schule, anderen Angeboten und Präferenzen vor Ort kann das Bedürfnis auch deutlich höher sein. 25% werden erfahrungsgemäß nur dann unterschritten, wenn sehr ungünstige Bedingungen (schlechtes Gebäude, ungünstiges Schulprofil o.ä.) vor Ort gegeben sind.

Wenn politische Gremien unter Berücksichtigung dieser Fakten zu dem Schluss kämen, dass in Pulheim kein Bedürfnis für ein Gesamtschulangebot besteht, so wäre das ermessensfehlerhaft.



Mit freundlichen Grüßen

Ulrich Thünken