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27. Februar 2011:

Der Bürgerentscheid am 27. Februar 2011 brachte zwar eine deutliche Mehrheit für eine Gesamtschule in Pulheim, die 20%-Grenze der JA-Stimmen wurde allerdings nicht erreicht.

» ergebnis-buergerentscheid-gesamtschule1.pdf [42 KB]

Weitere Informationen finden Sie unter:

» Bürgerentscheid 'Eine Gesamtschule für Pulheim'

18. Februar 2011:

Nach den Informationsveranstaltungen in Brauweiler und Dansweiler, an denen die SPD auch das CDU-SPD-Konzept zur Einrichtung einer Gemeinschaftsschule in Pulheim vorgestellt hat, wird deutlich:

Sollte der Bürgerentscheid für die Gesamtschule am 27. Februar keine Mehrheit finden, bekommt Pulheim eine Gemeinschaftsschule bestehend aus einer Realschule und der Hauptschule.
Diese konkrete Ausgestaltung der Gemeinschaftsschule haben wir der Gesamtschule für Pulheim gegenüber gestellt:


» gesamtschule-vs-gemeinschaftsschule-in-pulheim.pdf [80 KB]

Quelle: Beatrix Schröder

10. Februar 2011:

Wegen der vielen Gerüchte rund um den Bürgerentscheid haben sich die Initiatoren des Bürgerbegehrens mit einem offenen Brief an die Eltern der Schülerinnen und Schüler der beiden Pulheimer Gymnasien gewandt:

» offener-brief.pdf [111 KB]
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03. Februar 2011:

der Ausschauss für Bildung, Kultur und Sport beschließt mit den Stimmen von CDU und SPD die Einrichtung einer Gemeinschaftsschule bestehend aus Realschule und Hauptschule an einem der beiden Schulzentren von der Verwaltung prüfen zu lassen.

» antrag-cdu-spd-gemeinschaftsschule0001.pdf [1.719 KB]

Diesen Antrag 3 Wochen vor dem Bürgerentscheid zur Gesamtschule zu stellen ist politisch verwerflich und wenig demokratisch. Es zeigt wieder einmal, dass CDU und SPD Angst vor dem Bürgerwillen haben. Deshalb wird versucht mit solchen Anträgen die Bürger zu verunsichern und zu verwirren.
Rechtlich ist der Antrag bedenklich, denn für eine Gemeinschaftsschule bedarf es einer Elternbefragung.Außerdemkann eine Gemeinschaftsschule rein rechtlich keine Hauptschule ersetzen, da sie nur ein Schulversuch ist. Eine Gesamtschule kann eine Hauptschule ersetzen.
Sachlich löst diese Form der Gemeinschaftsschule nicht das Problem der Pulheimer Eltern. Für Kinder mit Gymnasialpotenzial gibt es auch weiterhin - außer bei der privaten Schule in Stommeln - kein Angebot im längeren gemeinsamen Lernen in Pulheim.

Die Presse hat hierüber ausführlich berichtet:

Rhein-Erft-Rundschau

» http://www.rundschau-online.de/html/artikel/1296683678876.shtml

Kommentar von Dieter Wolf

» http://www.rundschau-online.de/html/artikel/1296683678870.shtml



Kölner Stadtanzeiger

» http://www.rhein-erft-online.ksta.de/html/artikel/1296657533303.shtml

Kommentar von Maria Machnik

» http://www.rhein-erft-online.ksta.de/html/artikel/1296657533310.shtml

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14. Januar 2011:

Beim Dreikönigstreffen der FDP-Pulheim behauptet die Vorsitzende Luzia Kilias, dass durch die Gesamtschule ein Gymnasium weichen muss. Diese Aussage entbehrt jeglicher Grundlage. Unsere Gesamtschule soll genau vierzügig eingerichtet werden (d.h. vier Klassen pro Jahrgang = 112 Schüler). Die Gesamtschule muss sich aus Schülern zusammensetzen mit 1/3 Gymnasialempfehlungen, 1/3 Realschulempfehlungen, 1/3 Hauptschulempfehlungen. D.h. es werden maximal 38 Kinder aus den Gymnasien abgezogen. Wenn man nun berücksichtigt, dass beide Gymnasien 5-zügig ausgelegt sind und zurzeit 6- bzw. 7-zügig gefahren werden, sieht man schon, dass kein Gymnasium in Gefahr ist. Im Gegenteil, die Lernqualität an den Gymnasien wird durch eine Gesamtschule steigen.

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2. Dezember 2010:

Ratssondersitzung zum Thema

Bürgerbegehren 'Eine Gesamtschule für Pulheim'

» gesamtschule-verwaltungsvorlage0001.pdf [311 KB]

Der Antrag wurde von CDU, SPD und FDP (mehrheitlich) abgelehnt.

Nun kommt es zum Bürgerentscheid am 27. Februar 2011
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24. November 2010:
Die SPD lädt Renate Hendricks, die Vizefraktionsvorsitzende der SPD im Landtag sowie Ulrich Thünken, Mitarbeiter im Schulministerium ( » weitere Informationen ), zu einer Diskussionsveranstaltung zur G-Schule ein.
Es wird deutlich, dass die SPD mit Brachialgewalt die Gemeinschaftschule in Pulheim durchsetzen will. Gemäß Vorstellung der SPD soll ein Schulzentrum mit Gemeinschaftsschule, Gymnasium und Realschule gegründet werden. Dies allerdings frühestens zum übernächsten Schuljahr. Wie die Gemeinschaftsschule konkret aussehen soll, ließ die SPD offen. Außerdem wurde keine Aussage gemacht, in welchen Gebäuden dieser Schul-Campus errichtet werden soll.
Frau Hendriks stellte fest, dass die Landesregierung auf die demografische Entwicklung reagieren muss. Da insbesondere in ländlichen Regionen die herkömmlichen Schulformen nicht mehr ausgelastet sind, musste man mit der Gemeinschaftsschule ein flexibleres Angebot schaffen.

Stellungnahme des FamilienNetzwerks:
Nach Vorgaben der Landesregierung zum Schulversuch 'Gemeinschaftsschule' kann die Kommune vor Ort nach den Bedürfnissen und Erfordernissen entscheiden, wie eine Gemeinschaftsschule aufgebaut wird.
Man kann Gymnasium und Realschule in eine Gemeinschaftsschule integrieren. In diesem Fall würde man Gymnasium und Realschule auflösen und hätte nichts anderes als eine riesige Gesamtschule. Dies ist aus unserer Sicht für Pulheim nicht akzeptabel.
Man kann in einem Schulzentrum eine Gemeinschaftsschule inkl. eigene Oberstufe neben Gymnasium und Realschule aufbauen. Dann wäre die Gemeinschaftsschule nichts anderes als die geforderte Gesamtschule. Man bewegt sich mit der Gemeinschaftsschule nur in einem Schulversuch und verliert wertvolle Zeit.
Man kann in einem Schulzentrum eine Gemeinschaftsschule ohne eigene Oberstufe neben Gymnasium und Realschule aufbauen. Dann wird die Gemeinschaftsschule sehr 'hauptschullastig' und wenig attraktiv.
Alle Statistiken sagen, dass Pulheim vom demografischen Wandel in den nächsten Jahren nicht betroffen ist. Warum soll man mit der Gründung einer Gemeinschaftsschule Pulheim zu einer Verlierer-Kommune abstempeln? Das schadet dem Ansehen Pulheims und verhindert zu Zuzug von Familien, die wir brauchen, um den demografischen Wandel entgegenzuwirken.
Da eine Gemeinschaftsschule je nach den lokalen Bedürfnissen flexibel gestaltet werden kann, ist sie für den Bürger nicht transparent. Dies hat massive Auswirkungen falls ein Umzug in eine andere Kommune oder ein anderes Bundesland notwendig ist.

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23. November 2010:
Die Partei Bündnis90/Die Grünen lädt Sigrid Beer, die schulpolitische Sprecherin der Grünen im Landtag, zu einer Diskussionsveranstaltung zur Gesamtschule ein.
In dieser Veranstaltung wurde auf die Durchlässigkeit der Schulsysteme und längeres gemeinsames Lernen hingewiesen.

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23. November 2010:
Dezernent Florian Herpel teilt im Ausschuss für Bildung Kultur und Sport mit, dass genügend Unterschriften für das Bürgerbegehren vorliegen und der Stadtrat in einer Sondersitzung am 2. Dezember über das Bürgerbegehren entscheiden wird.
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23. November 2010:
Die Expertenkommission unter Leitung von Prof. Dr. Burckhart stellt im Ausschuss für Bildung, Kultur, Sport und Freizeit (BKS) das Modell 'Bildungslandschaft Pulheim' vor. Es gibt keine konkrete Empfehlung welche Schulformen bei den weiterführenden Schulen in das Modell passen. Dies war offenbar auch nicht Auftrag der Expertenkommission.
Die Präsentation liegt Stand heute (29.11.2010) immer noch nicht vor.
Dei Expertenkommission empfiehlt nun die Gründung einer Pulheimer Bildungskonferenz, um im Laufe der nächsten drei Jahre konkrete Umsetzungen zu beraten.

Stellungnahme des FamilienNetzwerks:
Der Bürger fordert seit Januar 2010 ganz konkret die Einrichtung einer Schulform - nämlich die Gesamtschule. Wenn nun behauptet wird, dass die Expertenkommission keinen anderen Auftrag hatte, als nur ein Bildungsmodell zu entwickeln, so fühlt man sich als Bürger getäuscht:

Warum braucht man 8 Monate um ein Modell für Pulheim zu entwickeln? Die Grundlagen hierfür hatte Prof. Burckhart schon in anderen Kommunen verwendet.
Das Schulmodell sorgt für weitere Diskussionen zu den Schulformen. Der Stadtrat hat weiterhin keine Entscheidungsgrundlage.
Die Bürger werden weiter vertröstet.
Eine Gesamtschule passt in die Bildungslandschaft Pulheim, so wie sie die Expertenkommission vorgeschlagen hat. Warum soll man mit der Einführung noch 3 Jahre warten?

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22. November 2010:
Die Fraktion Bündnis90/Die Grünen beantragt eine Ratssondersitzung zum Bürgerbegehren.
Begründung:
Über 3.500 Bürgerinnen und Bürger haben ein Bürgerbegehren unterzeichnet und damit ihrem Wunsch nach Einrichtung einer Gesamtschule in Pulheim Ausdruck verliehen. Um eine Gesamtschule möglichst schon für das Schuljahr 2011/2012 vorhalten zu können, ist wegen der Antragsfristen Eile geboten.

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15. November 2010:
Die Elterninitiative 'ProGesamtschulePulheim' und das FamilienNetzwerk wenden sich mit einem Brief an alle Ratsmitglieder und werben für die Unterstützung des Bürgerbegehrens:




Pulheim, den 15. November 2010



An
Vorname Nachname
Str. Nr.

50259 Pulheim


Sehr geehrte/r Herr/Frau ...!



Mit diesem Schreiben wenden wir, das Familiennetzwerk Pulheim und die Elterninitiative „ProGesamtschulePulheim“, uns ganz persönlich an Sie, um Ihnen das Anliegen der 3500 Bürgerinnen und Bürger, die das Bürgerbegehren „Eine Gesamtschule für Pulheim“ unterstützen, näher zu bringen.

Hinter den 3500 Unterschriften finden sich nicht nur genauso viele Bürgerinnen und Bürger, die das Anliegen „Gesamtschule“ unterstützen, sondern eine Vielzahl an betroffenen Kindern und eine bisher unüberschaubare Anzahl an Menschen, die einfach noch keine Gelegenheit zur Unterschrift hatten und daher in dieser Zahl bisher nicht erfasst sind. Die Zustimmung, die wir erfahren, zieht sich durch alle Schichten und politischen Ausrichtungen.

Hier wird also wirklich Wille der Bevölkerung deutlich, ein Wille, dem Sie sich in Ihrer Tätigkeit bestimmt zutiefst verpflichtet sehen, der aber auch sicher manchmal schwer zu erfassen ist. Mit diesem Bürgerbegehren möchten wir Hilfestellung leisten, damit der Bürgerwille für Rat und Verwaltung deutlicher sichtbar wird.

Gerne möchten wir Ihnen noch für Ihre Entscheidungsfindung einige Argumente an die Hand geben, die zurzeit in der öffentlichen Diskussion zu kurz kommen bzw. verzerrt dargestellt werden.

Jeder Mensch hat seine eigene Bildungsbiografie und häufig auch noch die seiner Kinder mitgestaltet. Die eigenen Erfahrungen können den Blick für die Bedürfnisse der Allgemeinheit schärfen, aber auch trüben. Bitte versuchen Sie, unabhängig von den eigenen Erfahrungen anzuerkennen, dass in der Bevölkerung gerade in dieser Zeit voller Druck und Konkurrenz der Wunsch nach einer Schulform besteht, die nicht auf Selektion setzt, sondern allen Kindern, unabhängig von ihrer Herkunft, von Entwicklungsschüben oder -stagnationen und persönlichen Stärken oder Schwächen gemeinsames Lernen ermöglicht und zu allen Abschlüssen unserer Schullandschaft führen kann.Sie sind in den Rat der Stadt Pulheim gewählt worden, weil die Bürgerinnen und Bürger Vertrauen in Ihre Erfahrungen und in Ihre Fähigkeit, Neues zu beurteilen setzen. Doch manche eigenen Erfahrungen lassen sich nicht direkt in die Gegenwart übertragen. Eine Gesamtschule vor 20 Jahren war noch nicht vergleichbar mit den heutigen, ausgereiften Modellen. Dank zentraler Prüfungen, den Lernstandserhebungen und dem Zentralabitur setzen Gesamtschulen heute keine anderen Standards mehr an, als die Schulformen des 3-gliedrigen Systems. Sie setzen lediglich mehr auf Zeit und eine gemeinsame, soziale Komponente. Gönnen Sie dies den Kindern, die es wollen oder brauchen. Sie haben hier die Chance aktiv die optimale Ausbildung unserer Kinder zu unterstützen.Pulheim ist eine Stadt, die vor allem durch Berufspendler nach Köln und in die umliegende Region geprägt ist. Bitte helfen Sie mit, dass nicht auch schon unsere Kinder zu Pendlern gemacht werden. Eine Stadt lebt durch die Kinder und Jugendlichen, die kulturelle und sportliche Angebote vor Ort wahrnehmen wollen. Dies ist aber nicht möglich, wenn diese Kinder erst einmal 18 km zur nächsten städtischen Gesamtschule pendeln müssen. Drei mal so viele Anmeldungen selbst an der privaten Gesamtschule in erreichbare Nähe, also 2/3 Ablehnungen und Enttäuschungen, sprechen eine deutliche Sprache. Die Nachfrage nach einer ortsnahen Gesamtschule ist da, Sie haben die Möglichkeit auch das Angebot zu schaffen. Setzen Sie auch ein Zeichen für Familien, die erwägen nach Pulheim zu ziehen. Eine zusätzliche Gesamtschule erhöht die Attraktivität von Pulheim für Familien und wirkt entscheidend dem demografischen Wandel entgegen.Doch warum bevorzugen die Eltern eine Gesamtschule und nicht eines der sicher auch innovativen Modelle, die zurzeit im Trend liegen? Hier geht es nicht darum, Entwicklungen auszubremsen. Die Umfrage der Verwaltung bei den Drittklässler-Eltern hat deutlich die Prioritäten gezeigt: Die Pulheimer Eltern wünschen sich gymnasiale Bildung für ihre Kinder, in erster Linie in Form des Gymnasiums und in zweiter Linie in Form der Gesamtschule. In unseren Gesprächen durften wir immer wieder erfahren, dass die Eltern neben G8 eine G9-Möglichkeit für ihre Kinder wünschen und dies in einem Modell, welches erprobt, bewährt und rechtssicher ist. Etliche Umstrukturierungen, z.B. die Zusammenlegungsmodelle in der Grundschule, der schwierige Aufbau von echten Ganztagsstrukturen und die G9-G8-Verkürzung haben die Eltern vor immer neue Herausforderungen gestellt, die oft auch in noch mehr Zuarbeit zur Schule im Elternhaus gemündet haben. Eltern wollen ein Modell mit bewährtem Ganztagsansatz und Rechtssicherheit und kein weiteres Modellvorhaben. Es liegt an Ihnen, das eine zu tun und das andere nicht zu lassen. Eine Gesamtschule zu schaffen, heißt ja nicht, andere Modelle zu den Akten zu legen.

Bitte zeigen Sie den Eltern, dass Sie Ihre Bedürfnisse ernst nehmen und stimmen Sie einer Gesamtschule zu. Dann ergibt sich auch für Sie die Zeit in entspannter Atmosphäre Eltern für weitere Vorhaben zu gewinnen.



Wenn Sie diese Punkte in Ihre Überlegungen einbeziehen, sind wir sicher, dass Sie im Rat der Stadt Pulheim die Bürger verantwortungsvoll vertreten werden. Bitte nehmen Sie sich als unsere Vertreter der Sache an, die so vielen Bürgerinnen und Bürgern dieser Stadt so wichtig ist. Helfen Sie mit dem Bürgerwillen nicht nur Ausdruck zu verleihen, sondern ihn umzusetzen. Wenn Sie alle Argumente fair betrachten, werden Sie sich einer Entscheidung im Sinne der Bürgerinnen und Bürger hoffentlich nicht verwehren.

Mit freundlichen Grüßen









Anja von Marenholtz
für die Elterninitiative „ProGesamtschulePulheim“











Michael Partsch
für das Familiennetzwerk Pulheim e.V.

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12. November 2010:
kurzfristig bittet Bürgermeister Frank Keppeler Anja von Marenholtz und Michael Partsch zu einem Gespräch ins Rathaus.
Offensichtlich nimmt man uns nun erst!
Der Bürgermeister informiert uns über den weiteren formellen Weg des Bürgerbegehrens. Man ist zurzeit damit beschäftigt die Unterschriften in Überstunden zu prüfen. Es scheint als würde tatsächlich jede Adresse mit den Einwohnermeldedaten abgeglichen.
Der Bürgermeister betonte er seioffen für Demokratie.
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9. November 2010:
Die Elterninitiative 'ProGesamtschulePulheim' und das FamilienNetzwerk übergeben dem Bürgermeister Frank Keppeler in der Ratssitzung über 3500 Unterschriften zum Bürgerbegehren.
Gleichzeitig wird die Verwaltung gebeten, eine Ratssondersitzung zu diesem Thema einzuberufen.
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31. Oktober 2010:

Beim CDU-Mitgliedertreffen in Pulheim stellt der Vorsitzende Werner Theissen mit den Folien von Prof. Burkhart seine Version der Schullandschaft Pulheim vor. Er bestand darauf, dass das keine Schule aufgelöst wird und das 3-gliedrige Schulsystem nicht abgeschafft werden soll. Er teilte mit, dass ein Antrag auf Gemeinschaftsschule bei Miniterin Löhrmann explizit nicht gestellt wurde.
Herr Theissen machte noch einmal deutlich, dass die Gesamtschule für ihn keine Option darstellt.

Anmerkung des FamilienNetzwerks Pulheim: es ist schon erstaunlich wie derselbe Foliensatz von PRof. Burkhart von den einzelnen Mitgliedern der Expertenkommission so unterschiedlich interpretiert wird. Wenn Herr Theissen allerdings darauf setzt, dass mit der Expertenkommission durch viel Diskussion nur die Zeit überbrückt werden soll und sich letztendlich an der Schullandschaft in Pulheim gar nichts ändert, stellt das für uns auch keine zukunftsweisende Vision für unsere Kinder und für die Stadt Pulheim dar.
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26. Oktober 2010:

Professor Burkhart stellt in der Stadtschulpflegschaftskonferenz seine Planung zur Schullandschaft Pulheim vor.

Das konkrete Schukonzept bezieht sich auf Pulheim-Stadt und Brauweiler.
Pulheim-Stadt:
die Hauptschule wird nach Brauweiler "abgeschmolzen".
Realschule und Gymnasium fangen möglichst schon zum Schuljahr 2011/12 an, eng zu kooperieren und bilden möglichst schnell eine Gemeinschaftschule mit Wahlmöglichkeit G8 oder G9.
Brauweiler:
In Brauweiler existieren mittelfristig Hauptschule, Realschule und Gymnasium. Die Schulen sollen zwar als 'integrative Gesamtschule' gefahren werden, die einzelnen Schulformen sollen aber erhalten bleiben.


Anmerkung des FamilienNetzwerks Pulheim:

Diese Planung bedeutet, dass offenbar ganz Pulheim ein Schulversuch wird. Viele Fragen werfen sich auf:Machen unsere Kinder zukünftig kein Abitur auf dem Geschwister-Scholl-Gymnasium mehr, sondern auf einer Gemeinschaftsschule Pulheim? Was bedeutet das für mögliche Bewerbungen in Bayern und Baden-Württemberg? Von uns wird erwartet, dass wir beruflich flexibel sind. Wie sollen wir gegebenenfalls mit unseren Familien in andere Städte NRWs und in andere Bundesländer umziehen, wenn unsere Kinder dort keine entsprechende Schulform vorfinden.Was bedeutet eine ‚integrative Gesamtschule‘ wenn die alten Schulformen doch erhalten bleiben? Wird dann eine Akte über unsere Kinder über alle Schulformen hinweg gepflegt?Heißt Hauptschule in Brauweiler möglicherweise Hauptschule und Förderschule in einem Gebäude? Oder will man die Hauptschule mit Zulauf aus den Nachbarkommunen künstlich am Leben erhalten?
Wir sind weiterhin der Auffassung, dass die klassische Gesamtschule als Ergänzung zu den Gymnasien und Realschulen die richtige Lösung für Pulheim darstellt. Den Schulversuch ‚Gemeinschaftsschule‘ sollte man dort einführen, wo andere Schulformen aufgrund der Bevölkerungsstruktur nicht mehr lebensfähig sind. Nach allen Untersuchungen der vergangenen Jahre hat Pulheim immer noch die Chance als Gewinner aus dem demographischen Wandel hervorzugehen. Ich werde allerdings den Eindruck nicht los, dass die Mehrheit des Stadtrats die Zukunft von Pulheim schon aufgegeben hat.
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16. Oktober 2010:

Die Elterninitiative 'ProGesamtschulePulheim' und das FamilienNetzwerk Pulheim starten die Unterschriftenaktion zum Bürgerbegehren 'Eine Gesamtschule für Pulheim'

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15. Oktober 2010:

Heute konnte man in der Rhein-Erft-Rundschau auf Seite 2 einen Bericht zu 100 Tage Rot-Grün in NRW finden. Darin heißt es unter anderem im Zusammenhang zur Einführung von Gemeinschaftsschulen: … „Genüsslich berichtet Grünen-Fraktionschef Priggen, dass Schulministerin Löhrmann auch eine Anfrage des Pulheimer Bürgermeisters vorliegt.“
Das heißt, obwohl der Stadtrat zu diesem Thema noch nicht informiert worden ist, scheinen die Planung zu einer Gemeinschaftsschule und damit die Auflösung der bestehenden Gymnasien, Realschulen und der Hauptschule) in Pulheim schon weit fortgeschritten zu sein.

In Pulheim haben wir bereits den Schulversuch G8 hinter uns. Wir wollen keine weiteren Experimente an unseren Kindern!

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Am 6. Oktober kann man der Presse entnehmen, dass die Expertenkommission bei der Schulministerin NRW war und ein Schulmodell Pulheim vorgestellt hat. Die Expertenrunde hat offenbar auch Interesse bekundet, am Schulversuch 'Gemeinschaftschule' teilzunehmen. Wenn man die Äußerungen aus der Expertenrunde richtig interpretiert, bedeutet das, dass sämtliche Gymnasien und Realschulen aufgelöst werden und zu einer Gemeinschaftsschule zusammengefasst werden.
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Am 5. Oktober 2010 findet auf Einladung der Elterninitiative 'ProGesamtschulePulheim' und des FamilienNetzwerks Pulheim eine Auftaktveranstaltung statt.
Es wurde beschlossen, ein Bürgerbegehren zu diesem Thema anzustreben .

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Am 14. September 2010 treffen sich die Sprecher der Elterninitiative 'ProGesamtschulePulheim' mit dem Vorstand des FamilienNetzwerks, um über weitere Maßnahmen zu beraten, wie die Forderung nach einer Gesamtschule durchgesetzt werden kann.

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Am 7. September hat nun der Ausschuss für Bildung, Kultur und Sport getagt und mit den Stimmen der beiden großen Parteien die Entscheidung zur Gesamtschule wieder verschoben. Diese tiefgreifende und weitreichende Entscheidung fand in der Presse erstaunlicherweise wenig Raum. Bei dieser Vorgehensweise wird man den Eindruck nicht los, dass unsere Politiker auf Zeit spielen und überhaupt keine Gesamtschule in Pulheim wollen. Wenn es dabei bleibt, wären die 112 Elternunterschriften der jetzigen Viertklässler hinfällig. Sie würden keine Gesamtschule bekommen und der nächste Jahrgang müsste wieder 112 Unterschriften sammeln und die entsprechenden Anträge stellen.

Die Ergebnisse unserer Umfrage zur Kommunalwahl haben gezeigt, dass die Pulheimer Familien eine Änderung in unserer Schullandschaft haben wollen. Es scheint so, als ob – ähnlich wie bei den Kindergartenbeiträgen – unsere gewählten Politiker diesen Wunsch ignorieren.

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Dann sollte im Juni 2010 der Stadtrat über die Einführung einer Gesamtschule in Pulheim entscheiden. Es wurde vereinbart, diese Entscheidung nach den Ferien im Ausschuss für Bildung, Kultur und Sport zu treffen. Dieser Schritt wurde unter anderem auch damit begründet, dass nach den Ferien mehr Informationen zu dem Projekt ‚Schullandschaft Pulheim‘ von Prof. Burckhart vorliegen.

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Am 9. März wird das Ergebnis der Befragung der Eltern der Drittklässler dem Ausschuss für Bildung und Kultur vorgegstellt.

» elternbefragung-schule-20100001.pdf [6.170 KB]

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Am 15. Januar 2010 wurden in Pulheim alle Eltern mit Kindern in den dritten Klassen mit einem Fragebogen der Stadtverwaltung zu den weiterführenden Schulen konfrontiert. Gleichzeitig wurde zu einer Informationsveranstaltung zum Bildungsangebot an den weiterführenden in Pulheim eingeladen.

» elterninfo-2010.pdf [586 KB]

» fragebogen-2010.pdf [907 KB]

Offiziell diente dieser Fragebogen zur Weiterschreibung des Schulentwicklungsplans. Tatsächlich entbrannte hierdurch eine Diskussion über die Schullandschaft in Pulheim und der Frage, ob Pulheim eine weitere Gesamtschule (außer in Stommeln) braucht.

Bewertung des FamilienNetzwerks

Das FamilienNetzwerk Pulheim unterstützt den Wunsch der Eltern nach einer Gesamtschule in Pulheim, da dies zurzeit der einzig realistische Weg ist, die Schullandschaft Pulheim zukunftsorientiert zu gestalten. Die beiden G8-Gymnasien setzen viele unserer Kinder unnötig unter Druck, während die beiden Realschulen und die Hauptschule alleine nicht die Bildungsmöglichkeiten bieten, die unsere Kinder brauchen.
Pulheim hat im Vergleich zu anderen Kommunen eine beneidenswerte Bevölkerungsstruktur - eine große, einkommensstarke Familienschicht und einen geringen Migrationshintergrund. Bei diesen Voraussetzungen müsste es eigentlich möglich sein, die guten Kinder optimal zu fördern und die schwächeren Kinder so zu unterstützen, dass sie nicht zurück bleiben.

Die von der Landesregierung favorisierte Gemeinschaftsschule sehen wir mit kritischen Augen. Insbesondere deshalb, weil die Gemeinschaftsschule zurzeit nur ein Schulversuch ist. Das FamilienNetzwerk Pulheim vertritt den Standpunkt, dass unser Bildungssystem nicht am Schulsystem als solches krankt , sondern an den Lehrplänen, den zu großen Klassen und den fehlenden Lehrern.
Deshalb fordern wir für Pulheim eine Gesamtschule und lehnen einen Schulversuch 'Gemeinschaftsschule' ab.

Unsere Kinder sind keine Versuchskaninchen im Bildungslabor NRW!