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Einzelne Stadträte drohen den Eltern und Schülern in Brauweiler, dass das Abteigymnasium in eine Gesamtschule umgewandelt wird, falls die Bürger sich für eine Gesamtschule aussprechen. Was ist dem entgegen zu halten?

Wir wollen, dass die Gesamtschule in das Gebäude der Hauptschule kommt. Dies ist eine realistische und vom Kostengesichtspunkt verantwortungsvolle Umsetzung des Bürgerentscheids.

Politiker, die mit Drohungen Eltern und Schüler/innen einschüchtern und gegeneinander ausspielen, handeln undemokratisch, verantwortungslos und zeigen zudem wenig Sachverstand. Tatsächlich muss die Stadtverwaltung eine Standortprüfung zur Gesamtschule durchführen. Für Brauweiler käme bei den bestehenden Schülerzahlen (180 Gymnasialschüler, 120 Realschüler und 30 Hauptschüler) nur eine 12-zügige Gesamtschule in Frage. Eine solche Schule ist nicht zu verwalten und wird von der Bezirksregierung wahrscheinlich auch nicht genehmigt, da sie die Schullandschaft im Westen Kölns wesentlich verändert. Außerdem wäre an einer solchen Schule die geforderte Drittelparität (1/3 Gymnasialschüler, 1/3 Realschüler, 1/3 Hauptschüler) bei weitem nicht erreicht.

Notfalls werden wir durch ein weiteres Bürgerbegehren für das Schulzentrum Brauweiler kämpfen!

Kann eine bestehende Schule in eine Gesamtschule umgewandelt werden?

Nein! Egal, um welche Schule es sich handelt, bestehende Klassen haben immer Bestandsschutz. Eine Gesamtschule würde mit dem 5. Jahrgang starten und Jahr für Jahr wachsen.

Stimmt es, dass im Brauweiler Schulzentrum eine Gemeinschaftsschule eingerichtet wird, falls der Bürgerentscheid scheitert?

Das ist abhängig von den Entscheidungen im Stadtrat.

Tatsache ist, dass CDU und SPD am 3. Februar einen Antrag zur Standortprüfung für eine Gemeinschaftsschule bestehend aus Realschule und Hauptschule an einem der beiden Schulzentren gestellt und beschlossen haben.

Tatsache ist auch, dass die Realschule in Brauweiler schriftlich bei der Stadtverwaltung Interesse bekundet hat, in eine Gemeinschaftsschule umgewandelt zu werden.

Der Weg für die Gemeinschaftsschule wäre in der Tat frei, falls der Bürgerentscheid scheitert.

Da es das landespolitische Ziel ist, durch Gemeinschaftsschulen die bestehenden Schulformen zu verschmelzen, sehen wir mittelfristig auch die Existenz des Abteigymnasiums in Gefahr.









Es wird behauptet, dass durch die Gesamtschule eines der beiden Gymnasien wegfallen wird. Stimmt das?

Die Gesamtschule in Pulheim soll vierzügig eingerichtet werden. Das heißt pro Jahrgang soll es genau vier Klassen mit 28 Schülern geben. Diese 112 Plätze müssen sich gleichmäßig aus Kindern mit Gymnasialempfehlung, Realschulempfehlung und Hauptschulempfehlung zusammensetzen. Das schreibt der Gesetzgeber so vor. Damit ist für höchstens 38 Kinder mit Gymnasialempfehlung in der Gesamtschule Platz. Sowohl Geschwister-Scholl-Gymnasium als auch Abtei-Gymnasium sind 5-zügig ausgelegt. Zurzeit werden sie 6- bzw. siebenzügig gefahren. Es handelt sich also an den beiden Schulen um mehr als 300 Kinder mit Gymnasialempfehlung.

Die Zahlen zeigen eindeutig, dass dieser Behauptung jegliche Grundlage fehlt.





Es wird behauptet, dass die Gesamtschule den Bürger 20 Millionen Euro kostet. Kann das die Stadt überhaupt finanzieren? Brauchen wir für die Gesamtschule ein neues Schulgebäude?

Wir brauchen ganz sicher keine 20 Millionen Euro für einen Schulneubau. Durch die Gesamtschule ändert sich ja die Anzahl der Schüler, die Pulheimer Schulen besuchen, nicht wesentlich. Es wird lediglich die Abwanderung nach Quadrath-Ichendorf und Bocklemünd gestoppt.

Wir können die Gesamtschule im Gebäude der Hauptschule unterbringen. Die Hauptschule hat zurzeit 30 Anmeldungen pro Jahrgang – Tendenz stark abnehmend. Wir haben zwar eine sehr gute Hauptschule in Pulheim, sie wird aber wegen der zu geringen Anmeldezahlen nicht überleben. In der Hauptschule geht es darum, die naturwissenschaftlichen Räume zu modernisieren und mittelfristig eine Mensa bereitzustellen. Langfristig könnte noch ein kleiner Ausbau von Klassenräumen dazukommen (in ca. 10 Jahren, wenn die Gesamtschule dann einmal eine voll ausgebaute Oberstufe besitzt). Dies sollte mit 3,5M € möglich sein. Wir brauchen keinen Luxus.

Unserer Meinung nach sollte die Stadt auf den Kauf des Rathauscenters verzichten. (Das ist das Gebäude, in dem das Einwohnermeldeamt, Tanzcenter Begoin, Mongolengrill und vieles mehr untergebracht ist.) Das würde 3,5 Millionen Euro im Haushalt freimachen.

Es stellt sich auch die Frage, ob wir uns um die Landesgartenschau bewerben sollen und ob wir den Kulturetat nicht einmalig zurückfahren können.

Am 4. Februar 2011 hat der Ausschuss für Bildung, Kultur und Sport außerplanmäßig ein Bildungsbüro für 3 Jahre genehmigt. Die Kosten belaufen sich auf 240.000€.

Es gibt offenbar im Haushalt noch genügend Möglichkeiten außerplanmäßige Ausgaben zu finanzieren.









Es gibt ja schon eine Gesamtschule in Stommeln. Warum brauchen wir noch eine?

Die Papst Johannes XXIII Schule in Stommeln ist eine deutsch-italienische Gesamtschule mit Trägerschaft durch die katholische Kirche. Es werden pro Jahrgang 90 Kinder aufgenommen. Pro Jahr bewerben sich mehr als 300 Kinder auf einen Platz an dieser Schule. Das heißt der Bedarf an eine Gesamtschule ist weitaus höher als das Angebot in Pulheim. Auch die Gesamtschulen in Quadrath-Ichendorf und Bocklemünd sind überlaufen und bieten nur sehr wenigen Pulheimer Kindern einen Platz an.





Kann eine Gesamtschule auch für mein Kind (mit Gymnasialempfehlung) eine Alternative sein?

Ja, unbedingt. Wenn ein Kind strebsam, lernwillig, besonders gut in den Bereichen „Informationen aus Texten entnehmen“ und „Schreib- und Lesefähigkeit“ ist und außerdem auch intensive und eintönige Übungsphasen nicht scheut, dann ist sicher das klassische Gymnasium ebenfalls eine gute Wahl.

Wenn das Kind seine sehr guten Leistungen in der Grundschule nur mit viel Arbeit erreicht hat oder zwar sehr leistungsfähig und lernwillig ist, darüber hinaus aber auch sehr große praktische Begabungen zeigt, dann ist eine Gesamtschule sicher die beste Wahl.

Gesamtschulen bieten breitere Entwicklungsmöglichkeiten nicht nur in sprachlicher und naturwissenschaftlicher sondern auch in gewerblich-technischer und sozialwissenschaftlicher Ausrichtung.





Es wird behauptet, das Gesamtschulabitur sei nicht so viel wert wie das am Gymnasium. Stimmt das?

Nein, natürlich nicht. Es gibt in NRW das Zentralabitur. Das heißt, alle Kinder eines Jahrgangs schreiben dieselben Abiturprüfungen (in den jeweils gewählten Abiturfächern). Weiterhin gibt es einen einheitlichen Bewertungsschlüssel, so dass die Noten des Abiturs landesweit vergleichbar sind.

Im Durchschnitt fällt das Abitur an Gesamtschulen etwas schlechter aus, als an Gymnasien. Dies liegt daran, dass zwar die besonders leistungsfähigen Schüler an Gesamtschulen genauso gut abschneiden wie an Gymnasien, aber zusätzlich zu diesen noch Schüler den Weg zum (vielleicht nicht ganz so gutem) Abitur an Gesamtschulen schaffen, die aufgrund von langsamerer oder späterer Entwicklung an einem Gymnasium gar nicht erst aufgenommen worden wären.

In Zahlen: Ende des Schuljahres 2008/2009 verließen 82% der Absolventen das Gymnasium mit Abitur, d.h. nur 82% der aufgenommenen Kinder mit Gymnasialempfehlung schafften es bis zum Abitur. Der Rest erwarb Abschlüsse von der Fachhochschulreife bis zum Hauptschulabschluss. Erschreckende 323 junge Erwachsene mussten das Gymnasium sogar ohne jeden Abschluss verlassen. Hier ist es also nicht gelungen, diese Kinder frühzeitig genug an eine geeignetere Schule des dreigliedrigen Systems abzugeben, was deutlich einen Nachteil dieses gesplitteten Systems zeigt.

Im selben Jahrgang 2008/2009 verließen 28,8% Absolventen die Gesamtschule mit Abitur. Bezieht man diese Zahl auf das Drittel (33,3%) der Kinder mit Gymnasialempfehlung, dann ergibt sich ein Wert von 86,5% Abiturienten.

Die Chance, an einer Gesamtschule tatsächlich das Abitur zu erwerben liegt also um 4,5% höher als an einem Gymnasium (die Zahlen stammen aus der Landesdatenbank NRW, nachzulesen unter http://www.it.nrw.de).

Es wird behauptet, auf einer Gesamtschule würden die „besseren“ Kinder von den „schlechteren“ Kindern „heruntergezogen“. Stimmt das?

Nein! Zunächst einmal denken Befürworter von Gesamtschulen nicht in diesen Kategorien. Es gibt so viele verschiedene Kinder mit unterschiedlichen Begabungen, wie es Menschen gibt. Kein Talent und keine dieser Begabungen sind besser oder schlechter. Kinder, die Freude am Lernen besitzen, können niemals heruntergezogen werden, sondern nur dazulernen.

In der Schule, und speziell in den stark profilierten Schulen des dreigliedrigen Systems, werden immer nur ganz bestimmte Einzelbegabungen gefordert und gefördert. Eine Gesamtschule ist breiter angelehnt und erfordert und fördert sowohl im sprachlichen und naturwissenschaftlichen Bereich genauso wie im technischen, hauswirtschaftlichen und sozialen Bereich.

In der Gesamtschule werden Leistungen in allen Bereichen gefordert und die Entwicklung in allen Bereichen gefördert, dies gilt auch für den Umgang miteinander in einer Schule, die wirklich Abbild unserer Gesellschaft ist.

Es wird behauptet, dass die Abiturienten an der Gesamtschule deutlich schlechter in der Abiturprüfung abschneiden als die Abiturienten aus den Gymnasien.

Die Zahlen vom Ministerium für Schule und Weiterbildung NRW sagen für das Schuljahr 2009 folgendes:

Bestandene Prüfungen insgesamt: 72.421 = 97,74%

Gymnasium: 54.835 = 98,31%

Gesamtschule: 9.727 = 93,88%

Berufskolleg: 6.751 = 100%





Notendurchschnitt insgesamt: 2,59

Notendurchschnitt Gymnasium: 2,53

Notendurchschnitt Gesamtschule: 2,84

Notendurchschnitt Berufskolleg: 2,67

Das heißt: alle Schulformen bewegen sich im Bereich 2,5 – 3,0. Sicherlich ist das Ergebnis insgesamt zu verbessern. Es ist aber auch nicht zu sehen, dass die Gesamtschule deutlich abfällt.