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Sehr geehrte Frau Kilias, sehr geehrter Herr Ostendorf, sehr geehrter Herr Prof. Dr. Wortmann,

Das FamilienNetzwerk Pulheim ist sehr erstaunt über Ihre Reaktion auf die Pressemitteilung ‚Vorfahrt für den Elternwillen bei der Schulformwahl‘, da sie komplett auf falschen Annahmen beruht.

Zunächst behaupten Sie, dass die Pressemitteilung den Schulfrieden in Pulheim gefährdet. Hat denn je ein Schulfrieden existiert?
Das FamilienNetzwerk Pulheim wurde erst im Februar von Prof. Burckhart in seine Pläne zur Gestaltung der Schullandschaft eingeweiht. Wir haben damals signalisiert, dass wir den Ausarbeitungen unter bestimmten Bedingungen zustimmen könnten.
Zwei wesentliche Forderungen waren, dass die Sekundarschule verbindlich 30% Kinder mit (eingeschränkter) Gymnasialempfehlung aufnehmen muss und dass eine Elternbefragung zu allen Schulformen (inkl. Gesamtschule) stattfindet. Diese (und auch alle anderen Forderungen) wurden nicht berücksichtigt.
In diesem Zusammenhang verweisen Sie darauf, dass die Eltern in Pulheim sich mehrheitlich dafür entscheiden, Ihre Kinder auf ein Gymnasium zu schicken. Das mag auf den ersten Blick richtig sein. Die Eltern haben ja auch keine andere Wahl. Tatsache ist, dass sich noch im Oktober 2011 über 100 Eltern der Klassen 2, 3 und 4 dafür ausgesprochen haben, ihr Kind lieber auf eine Gesamtschule zu schicken (siehe Antrag des FNP nach §24GO vom 3. Oktober 2011). Hier von ‚Individualinteressen‘ zu sprechen, verhöhnt die Pulheimer Eltern.

Deshalb kann ein Schulfriede nicht hergestellt sein, wenn ein Stadtrat wissentlich gegen den offenkundigen Willen der betroffenen Eltern eine Schullandschaft beschließt und nun krampfhaft versucht diese sich nachträglich durch einen reduzierten Fragebogen legitimieren zu lassen.

In diesem Zusammenhang weisen wir das in Ihrem Schreiben unterstellte ‚heuchlerische Handeln‘ entschieden zurück. Vielmehr sehen wir es als extrem heuchlerisch an, wenn die FDP in Pulheim auf einen angeblichen Schulfrieden pocht im laufenden Landtagswahlkampf aber den nach Jahrzehnten in NRW endlich erzielten Schulfrieden wieder in Frage stellt.

‚Bildung ist kein Spielplatz für ideologische Auseinandersetzungen und von Egoismen getriebenen Alleingängen‘. Diese Aussage können wir nur unterstreichen und fordern Sie auf, endlich die Voraussetzungen zu schaffen, um den wahren Elternwillen abzufragen und diesen dann auch umzusetzen.

Mit freundlichen Grüßen

Michael Partsch
Vorsitzender
FamilienNetzwerk Pulheim e.V.
» offener-brief-fdp-20120418.pdf [226 KB]