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Grundschulen und OGS:

Fehlende OGS-Plätze und kein Ende in Sicht

Ergebnisse Elternbedarfsabfrage zur OGS 2016

Elterninitiative 'flexible Betreuungszeiten'

Petition für eine familienfreundliche OGS

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07. April 2016

Gemäß der Verwaltungsvorlage für den Ausschuss für Bildung, Kultur, Freizeit und Sport am 14. April 2016 scheint es eine Lösung für die fehlenden OGS-Plätze in den Ortsteilen Brauweiler, Dansweiler, Sinthern/Geyen, Stommeln und Sinnersdorf zu geben.

In Pulheim-Mitte fehlen aber immer noch rund 80 OGS-Plätze. Hierauf geht die Verwaltung in ihrer Vorlage überhaupt nicht ein.

Das FamilienNetzwerk Pulheim hat deshalb zusammen mit den Elterninitiativen 'Flexible Betreuung an Pulheimer Grundschulen' und 'OGS Pulheim Mitte' folgenden Bürgerantrag an die Stadtverwaltung gestellt:

Bürgerantrag gemäß § 24 Gemeindeordnung


Sehr geehrter Herr Keppeler,

wir dürfen Sie bitten, folgenden Antrag für die kommende gemeinsame Sondersitzung von BKSF und JHA am 14.04.2016 unter TOP 2 auf die Tagesordnung zu nehmen.

Der BKSF / JHA empfiehlt, der Rat beschließt,

dass jedem Kind, für das ein Betreuungsangebot gewünscht wird, ein Platz zur Verfügung gestellt wird.

dass der zur Verfügung gestellte Betreuungsplatz nach den individuellen Wünschen entweder ein OGS Platz oder ein Angebot flexibler Betreuung ist.

dass die jeweils erforderlichen räumlichen, personellen und finanziellen Mittel bereits zum Schuljahr 2016/2017 zur Verfügung gestellt werden.
Begründung:

Die Stadt Pulheim sieht sich als eine Kommune mit einem vielfältigen und innovativen Bildungsangebot - geprägt durch den Zuzug junger Familien auch aus teils fernen Ländern - und sollte damit unterschiedlichen Lebenskonzepten und Ansprüchen an die Bildungs- und Betreuungsangebote ihrer Kinder Rechnung tragen. Dass in der Stadt Pulheim eine engagierte Gemeinschaft an der Bildung ihrer Kinder interessierter Eltern existiert, wird u.a. darin deutlich, dass sich das FamilienNetzwerk Pulheim, die Elterninitiative OGS Pulheim Mitte und die Elterninitiative Flexible Betreuung an Pulheimer Grundschulen zu einem gemeinsamen Antrag entschlossen haben, um die grundlegenden Probleme der Betreuungssituation Pulheimer Kinder zu lösen. Gemeinsames Ziel aller am Prozess Beteiligten sollte es sein, jedem Pulheimer Schulkind einen Platz nach einem Betreuungs- oder Ganztagskonzept seiner und der Wahl seiner Eltern bereit zu stellen. Dabei ist deutlich darauf hinzuweisen, dass jedes Konzept zunächst erfordert, dass Räumlichkeiten geschaffen, die notwendigen finanziellen Mittel bereitgestellt werden und geeignetes pädagogisches Personal zur Verfügung gestellt wird. So unterschiedlich wie die Lebenssituationen der Familien sind, müssen auch den Bedürfnissen angepasste Angebote des offenen Ganztags und der flexiblen Betreuung geschaffen werden, wie es bereits in zahlreichen Umlandkommunen der Fall ist. Das neu zu schaffende flexible Angebot sehen wir dabei als Erweiterung des bestehenden Angebotes, nicht als Konkurrenz.

Unsere Vision ist ein qualitativ hochwertiges und der Nachfrage angepasstes Betreuungsangebot. Hierfür müssen in einem ersten Schritt adäquate Räumlichkeiten geschaffen und entsprechende finanzielle Mittel bereitgestellt werden. Hier ist die Stadt als Dienstleister der Bürger in der Verantwortung. Zu welchen Anteilen die Betreuungsplätze dann als OGS oder als flexible Betreuung ausgestaltet werden, muss sich an den Bedürfnissen der Familien orientieren.

Mit freundlichen Grüßen,

__________________ __________________ __________________

Michael Partsch Gudula Böckenholt Anja Richardson



» 20160407-gemeinsamer-antrag-ogs-plaetze-pulhei.pdf [582 KB]








1. Februar 2016:

Aktuell fehlen in Pulheim für das Schuljahr 2016/17 181 OGS-Plätze



In der Zwischenzeit haben sich mehrere Elterninitiativen gebildet, die für mehr OGS-Plätze an den Pulheimer Grundschulen kämpfen.

Lesen Sie hier das Schreiben der Elterninitiativen vom 18. Februar 2016 an Bürgermeister Frank Keppler und die CDU-Pulheim:



Sehr geehrte Frau Rehmann,

sehr geehrter Herr Keppeler,

sehr geehrter Herr Theisen,

in Hürth hat das Ringen um Investitionen in den OGS-Ausbau vier Jahre gebraucht, um die heutige bedarfsdeckende OGS-Lage zu schaffen. Ohne Geld auszugeben hätte es auch dort nicht realisiert werden können! Pulheim hat diese Zeit für ein Ringen nicht mehr und bei vielen Eltern fehlt mittlerweile das Verständnis für die jahrelange Weigerung der Stadt, Investitionen zu tätigen und notwendige Baumaßnahmen zu realisieren. Ebenso nicht nachvollziehbar ist es, dass immer wiederkehrend der zeitlichen Horizont nur auf das eine nächste Schuljahr begrenzt zu sein scheint, anstatt auch die Folgejahre adäquat mit Maßnahmen und Konzepten zu planen. Die Stadt Pulheim sollte die Chance nutzen und aus den Erfahrungen der Stadt Hürth lernen, zumal das Hürther Modell als Vorbild gewählt worden ist.

Als Bürgermeister bzw. Vorsitzende der regierenden Fraktionen haben Sie eine Verantwortung gegenüber den Bürgern, die Sie wahrnehmen sollten. Nicht nur Ihr Wahlversprechen für Familienfreundlichkeit als auch die gerade erschienene Broschüre „Wiedereinstieg in den Beruf nach der Familienphase“ wirkt auf uns, vom OGS-Mangel betroffene Familien mehr als befremdlich. Spätestens der nächste Wahlkampf wird Sie massiv mit Themen konfrontieren, die eine breite Bevölkerungsschicht U45 aus existenziellen Gründen interessieren (insbesondere das Thema der OGS). Wenn jetzt nicht zügig der Bedarf der OGS-Plätze im Stadtgebiet durch einen umgehenden Ausbau gedeckt wird, wird es eine Menge an Eltern geben, die von dem dramatischen Mangel (zu 90%) direkt betroffen sind! Zumindest aber haben 100% dieser Eltern den Umgang der Ratsmehrheit mit diesem Thema über Jahre hinweg verfolgt!

Wir bitten Sie, dieses Anschreiben als einen Appell zu verstehen, rechtzeitig vor den kommenden entscheidenden Ausschusssitzungen und der Ratssitzung entsprechend einen Antrag zu stellen und ihn derart auszuformulieren, dass über die bisher gefasste Beschlusslage („im Bestand“) hinaus nötige Investitionen insbesondere für den Ausbau von Küchen und die Schaffung von Essräumen und weiteren Räumen bewilligt werden und Baumaßnahmen (insbesondere der Küchen) begonnen und rechtzeitig abgeschlossen werden. Ziel des Antrags muss sein, dass Grundschulen in Pulheim bis August 2016 ausreichend ausgestattet sind, um alle OGS- Bedarfe in einem qualitativ befriedigenden Maße erfüllen können!!!

Nur im Bestand wird dies nicht möglich sein, wie die Diskussionen mit den Schulen zeigen – die Raumsituation ist heute bereits in den meisten Fällen mehr als angespannt und die Hypothese von nachmittags womöglich ungenutzten Räumlichkeiten ist so nicht haltbar. Sie können nicht Kinder im Alter von 6-10 Jahren in minimalen Raumstrukturen lediglich irgendwie verwahren wollen. Es ist Ihre Pflicht, die erweiterten Bedürfnisse der Kinder in der Nachmittagsbetreuung (die anders, als am Vormittag Platz, Spielmöglichkeiten, Bewegungs-möglichkeiten, Ruhezonen/ Räume, Räume für kreative Beschäftigungen auch bei Regenwetter beinhalten!) zu respektieren und ausreichende Bedingungen dafür zu schaffen!

Wir haben alle Fraktionen des Stadtrats besucht und unser Anliegen vorgestellt. Von allen Fraktionen – inkl. der regierenden Mehrheitsfraktionen – wurde uns zugeraten, dieses Thema weiter aktiv und hartnäckig voranzutreiben und eng mit Ihnen als Rat und mit der Verwaltung im Dialog zu bleiben. Seien Sie versichert, dass wir dies nicht nur so umsetzen, sondern auch unseren Organisationsgrad deutlich erhöhen werden. In Anbetracht der doch recht einheitlichen Meinung der Fraktionen in der letzten Diskussion im Stadtrat sollte es doch den Beteiligten möglich sein, hier zügig zu einer Einigung und vor allem einer Umsetzung zu kommen. Bei einer weiteren blockierenden Haltung der Ratsmehrheit werden wir uns zu einer Ausweitung unseres Protests gezwungen sehen.

Vielen Dank für Ihr Bemühen!

Stellvertretende für die Initiativen:

Sonja Heinold, Rebecca Hoss, Michèle Fritz, Michael Haas, Michael Hieronymi stellvertretend für die Initiative Richezaschule in Brauweiler

Anja Richardson, stellvertretend für die Initiative der Dietrich-Bonhoefer-Schule Auweilerstraße in Pulheim-Mitte

Susanne Fenners, stellvertretend für die Initiative der Wolfhelmschule in Dansweiler

Dr. Peter Wenzl (Mitglied des Integrationsrates Pulheim)

Peter Visser, stellvertretend für Sinnersdorfer Eltern

Kopien unseres Appells erhalten u.a. die Ratsfraktionen, Landesverbände, Pressestellen, das Schulministerium des Landes NRW sowie die Elternschaften der Schulen und Kindergärten Pulheims und das Familiennetzwerk Pulheim.